Spiroergometrie: Fit mit der Messung von Atem und Muskelleistung

Spiroergometrie ist die Bezeichnung für die medizinische Untersuchung des Atems und der Arbeitsleistung der Muskeln. Dieser Leistungstest ist eine wichtige Grundlage für Sportler.

Der Begriff Spiroergometrie wird aus den Worten „Spirometrie“ und „Ergometrie“ zusammengesetzt.  Einfach ausgedrückt misst die Spiroergometrie die Atmung unter einer definierten Belastung. Gleichzeitig werden Herzfrequenz, Blutdruck und EKG aufgezeichnet.

Die Spiroergometrie ist ein diagnostisches Verfahren, die stetig steigende körperliche Belastung mit dem Messen der Atemgase verbindet.

Die Ergebnisse sind in der Sportmedizin eine unverzichtbare Grundlage für die Beratung von Sportlern.

Denn Ruhewerte lassen oft nur einen unvollständigen Rückschluss auf die Leistungsfähigkeit zu. Erst unter Belastung werden viele Mechanismen im Körper offensichtlich und können diagnostiziert werden.

Die Spiroergometrie als Basis für Sportanfänger und Hobbysportler

Für eine gezielte Trainingsplanung und Leistungssteigerung ist das Messen von gewissen Parametern notwendig. Diese lassen sich nur unter Belastungen ermitteln.

Leistungsfähigkeit ist immer ein Zusammenspiel von Atmung, Herz-Kreislaufsystem, Muskulatur, Skelett und Gelenken, Nervensystem und Stoffwechsel.  Um optimal funktionieren zu können, müssen alle Bereiche ineinander greifen.  Nur so kann der Sportler maximale Leistung erzielen.

Die Spiroergometrie ist das einzige Testverfahren, das so viele Parameter und Ergebnisse über Lunge, Herz und Stoffwechsel liefert.

Spiroergometrie-Klagenfurt

Spiroergometrie: Ablauf

Bei unserer Spiroergometrie in Klagenfurt wird der Sportler mit einer luftdicht abgeschlossenen Atemmaske ausgestattet. So werden bei jedem Atemzug die Sauerstoffaufnahme und die Kohlendioxidabgabe gemessen.

Dafür verwenden wir entweder ein Fahrrad- oder Laufbandergometer. Der Belastungszeitraum dauert 12 bis 15 Minuten.

Gestartet wird in Schrittgeschwindigkeit. Anschließend wird das Tempo bis zur körperlichen Erschöpfung erhöht. So kann die Belastbarkeit des Herz-Kreislauf-Lungensystems gemessen werden. Damit wird die körperliche Fitness erhoben.

Wenn Sie mehr über einen Spiroergoemetrie Selbsttest bei im.puls wissen möchten, können Sie das hier nachlesen: „Spiroergometrie im Test: Meine Erfahrung mit der Leistungsdiagnostik“

Bis zur maximalen Leistungsfähigkeit

Der wichtigste Parameter, der bei der Spiroergometrie erhoben wird, ist die maximale Leistungsfähigkeit. VO2max bezeichnet die maximale Sauerstoffaufnahme bei der höchsten absolvierten Belastungsstufe.  Vereinfacht gesagt, gibt die VO2max an, wie viel Energie im System genutzt werden kann.

Ein weiterer wichtiger Wert ist die „aerobe Schwelle“ oder „VT1“. Das ist die Sauerstoffdauerleistungsgrenze. Sie kennzeichnet die Belastungsintensität bei der die Muskulatur, die erforderliche Leistung
nicht mehr ausschließlich „aerob“ abdecken kann.

Unterhalb dieser Schwelle ist genügend Sauerstoff für die Energieproduktion im System vorhanden. Darüber reicht der Sauerstoff nicht mehr vollständig für die Energieproduktion aus. Der Stoffwechsel muss teilweise auf eine Energieproduktion ohne Sauerstoff
umschalten.

Spiroergometrie impuls praxis

Ein Training unterhalb dieser Schwelle wird als sogenanntes „Grundlagentraining“ bezeichnet. Es bildet die Basis in den meisten
Ausdauersportdisziplinen.

„VT2“ oder „anaerobe Schwelle“ kennzeichnet die Trainingsintensität und die Herzfrequenz bei der die Muskulatur die erforderliche Leistung ausschließlich „anaerob“ abdecken kann. Das heißt, der Energiestoffwechsel
arbeitet ohne Sauerstoff. Belastungen oberhalb dieser Schwelle können
nur über einen kurzen Zeitraum toleriert werden.

Vereinfacht ausgedrückt geben die Schwellen VT1 und VT2 an, wie lange Energie effizient im System genutzt werden kann.

Gezieltes Training bringt den Körper dazu, die Energie effizienter zu nützen. Training bedeutet im einfachsten Sinne die Energieeffizienz zu steigern. Voraussetzung für eine vernünftige Trainingsplanung ist das Trainingsziel, die Kenntnis des eigenen Diagnostik auf höchstem Niveau aktuellen Trainingszustandes und der Leistungsgrenzen.