Diagnose Arthrose: wie die ACP-Therapie helfen kann

Neue Hilfe für geschädigte Knorpel und Gelenke

Kennen Sie das? In einem Gelenk ist immer wieder ein unangenehmes Ziehen spürbar. Am Morgen ist das Gelenk steif und es braucht nach längerer Ruhephase eine kleine Aufwärmrunde, um wieder wie geschmiert zu funktionieren. Zwischendurch schmerzt es auch immer wieder. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, sollten Sie sich von Ihrem Arzt unter die Lupe nehmen lassen. Diese Symptome können nämlich auf eine beginnende Arthrose hinweisen.

Was ist eine Arthrose?

Ganz allgemein wird Arthrose auch als Gelenksverschleiß bezeichnet. Sie kann im Grunde jedes Gelenk betreffen. Der Gelenksknorpel ist dabei alters- oder verletzungsbedingt beschädigt oder brüchig oder weich geworden und kann seine Funktion nicht mehr reibungslos erfüllen. Arthrosen sind nicht immer schmerzhaft. Sie sind allerdings mit schmerzhaften (entzündlichen) Phasen verbunden, in denen das Gelenk auch stark anschwellen kann. Die gute Nachricht: Eine Arthrose lässt sich mittels orthopädischer Untersuchung, Röntgen oder MRT bereits im Anfangsstadium gut diagnostizieren. Wird sie frühzeitig erkannt, kann sie in den meisten Fällen auch sehr gut behandelt werden.

Herkömmliche Therapieansätze

Je nach Ausprägung der Erkrankung können zunächst entzündungshemmende Schmerzmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Salben, Hyaluronsäureanwendungen, Bandagen, Umschläge und Krankengymnastik sowie die ACP-Therapie (siehe unten) zum Einsatz kommen. In schwereren Fällen sind ambulante Eingriffe (Arthroskopien) hilfreich, bei denen das Gelenk näher untersucht, abgebrochene Knorpelstückchen entfernt und raue Knorpeloberflächen geglättet werden können. Als letzte Therapie, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, bleibt noch der Ersatz des Gelenks durch eine Endoprothese.

 

Die ACP-Therapie (ACP = Autologes Conditioniertes Plasma)

Bei beginnenden oder mittleren Arthrosen, geschädigtem Knorpelgewebe und Verletzungen an Muskeln, Sehnen und Bändern kann die ACP-Therapie Schmerzen lindern und den Heilungsprozess beschleunigen. Diese relativ junge Behandlungsform ist eine spezielle Form der Eigenbluttherapie: Direkt in der Arztpraxis wird eine kleine Menge Blut aus der Armvene entnommen und anschließend durch eine Zentrifuge geschickt, die das Blut aufspaltet. Die Blutplättchen (Thrombozyten), die für die Wundheilung und Entzündungshemmung eine entscheidende Rolle spielen, werden durch den Prozess separiert, aktiviert und anschließend konzentriert wieder in den Körper zurückgeführt. Und zwar werden sie punktgenau in das betroffene Gelenk (bzw. in die betroffene Körperregion) injiziert. Das derart „aufgeladene“ Blutplasma aktiviert bzw. unterstützt den Heilungsprozess an Ort und Stelle.

Fotos: Arthrex